Ampermochings Trainer Josip Malic, der sich zuletzt sehr unzufrieden über die gezeigten Leistungen äußerte, forderte von seinem Team mehr Mut, Kampf und Durchschlagskraft. Erneut musste er auf einige Spieler verzichten, so standen ihm Steffen Leitloff, Jens Heimburger, Brian Bahn, Florian Reischl und Uli Wallner nicht zur Verfügung. Mit an Bord waren hingegen wieder die Brüder Tommy und Mario Biljesko.
Bei bestem Herbstwetter begann eine weitestgehend zerfahrene Partie in der sich die Gastgeber ein leichtes Übergewicht erarbeiten konnten. Ampermoching leistete sich wiederholt unnötige Ballverluste die die Erdweger anfangs noch nicht bestrafen konnten. Nach 20 Chancenarmen Minuten konnten die Platzherren dann doch in Führung gehen. Eine aufs Tor geschlagene Flanke konnte, der von der Sonne geblendete, Keeper Markus Stepper nicht entscheidend abfangen und der Ball rutschte ihm über die Handschuhe. Ein ungedeckter Erdweger spekulierte auf den Ball und konnte so eiskalt aus 5 Metern zum 1:0 verwandeln. Der SVA konnte spielerisch nur selten gefallen und so hatte Nino Göres die beste Chance aber sein Schuss aus spitzem Winkel konnte Erdwegs Torhüter zur Ecke klären. Wenige Minuten vor der Halbzeit wäre dem SVA dann doch fast der Ausgleich gelungen. Jakob Lehner zirkelte einen Freistoß aus gut 20 Metern auf die Latte des Erdweger Tors von wo der Ball ins Aus sprang. Dann war Halbzeit in der Coach Malic klare Worte fand und eine deutliche Leistungssteigerung von seinen Schützlingen verlangte.
Kurz nach Wiederanpfiff hätte der leitende Unparteiische auf den Elfmeterpunkt zeigen können als Stürmer Stefan Kellner von Erdwegs Keeper grob von den Beinen geholt wurde. Der Schiedsrichter erkannte jedoch das der Schlussmann wohl auch irgendwie den Ball erwischte und so blieb der Pfiff aus.
Die erhoffte „Hallo wach“ Reaktion blieb jedoch aus. Ampermochings Kicker leisteten sich Reihenweise einfache Ballverluste und waren sehr Zweikampfschwach.
Nach ca. 65 Minuten konnten die ebenfalls wenig überzeugenden Erdweger auf 2:0 erhöhen. Einen Eckball köpfte Kapitän Heckenstaller aus dem Strafraum, der Ball landete jedoch unglücklich direkt beim Gegenspieler der trocken aus 16 Metern ins rechte untere Toreck traf. Die letzten Minuten der Partie waren geprägt von vielen Unterbrechungen, da das Spiel nun teils mit übertriebender Härte geführt wurde. Nach 90 Minuten beendete der Schiedsrichter das Spiel das sicher keine Werbung für den Fussball war. Letztendlich geht der Sieg Erdwegs vollauf in Ordnung, da sie einfach die konzentriertere und hungrigere Mannschaft waren.
Für Ampermoching kann es eigentlich nur bergauf gehen denn dieses Spiel war das mit Sicherheit schlechteste der Saison. Den Spielern steht nun eine unangenehme Woche bevor in der sich jeder Einzelne hinterfragen sollte ob er alles für den Erfolg gibt.
An dieser Stelle sollten wir auch einmal unseren Zuschauern danken die am Wochenende ihre Zeit opfern um uns zu unterstützen. Wir hoffen in Zukunft wieder besseren Fussball bieten zu können.
(conrad)