Personell ist die Lage weiterhin angespannt, Coach Josip Malic hatte jedoch keine neuen Ausfälle zu beklagen und konnte so mit dem Kader der Vorwoche das letzte Spiel vor der Winterpause bestreiten.
Erneut im 3-5-2 System beginnend, verschaffte sich der SV Ampermoching in den Anfangsminuten ein leichtes Übergewicht. Früh merkte man das es auf dem holprigen Untergrund wohl nicht zu einem Fussball-Leckerbissen kommen wird. Ampermoching spielte sich einige Male schön in die Nähe des gegnerischen Strafraums, ließ im Abschluss dann aber die letzte Konsequenz vermissen. Von den Gündingern war in den ersten 20 Minuten nicht viel zu sehen, bis sie mit ihrem ersten guten Angriff auch gleich in Führung gehen konnten. Der Stürmer setzte sich am Sechzehner gegen zwei Gegenspieler durch, zog ab und traf unhaltbar im rechten Toreck.
Ampermoching zeigte sich wenig beeindruckt und konnte bereits wenig später ausgleichen. Jakob Lehners Schussversuch wurde von einem Gündinger abgeblockt, woraufhin der Ball Nino Göres 25 Meter vorm Tor auf dem Fuss landete. Dieser bewies einmal mehr seine technischen Fähigkeiten und zirkelte den Ball mit einem Traumtor ins rechte Toreck.
Die letzten 10 Minuten der 1. Halbzeit bestimmten dann die Hausherren das Geschehen, ohne sich das allerdings zu Nutze zu machen. Kurz vor der Halbzeit konnte der SVA dann sogar in Führung gehen. Nach einer harmlosen Flanke über die rechte Seite, passierte Gündings Keeper ein Fauxpas als ihm der Ball durch die Hände glitt und der hellwache Chris Heckenstaller aus 5 Metern ins Tor einschieben konnte. Mit der verdienten Halbzeitführung ging es in die Kabine.
Beflügelt durch die Führung übernahm der SVA auch nach Wiederanpfiff das Kommando. Leider ging man leichtfertig mit seinen Chancen um und verpasste es für die Vorentscheidung zu sorgen. Eine weitere dicke Möglichkeit hatte erneut Nino Göres, stärkster Ampermochinger an diesem Tag, als er alleine mit dem Ball auf Gündings Torwart zulief. Unglücklich legte er sich den Ball ein wenig zu weit vor und so konnte sich Gündings Keeper ihm in den Weg schmeissen und der Ball rollte ins Toraus. Einige Zuschauer dachten bereits die Chance sei vergeben doch dann erklang der Pfiff des Schiedsrichters der auf Elfmeter für Ampermoching entschied. Dies war wie immer eine Sache für Kapitän Heckenstaller, der am heutigen Tag jedoch Nerven zeigte und den Ball an den Querbalken setzte. Zwar traf er im Nachschuss das Tor, der Treffer blieb ihm jedoch verwehrt weil kein anderer Spieler zuvor den Ball berührte. An dieser Stelle muss man auch mal den Schiedsrichter loben, da diese Regel nicht Wenigen unbekannt war.
Von diesem Zeitpunkt an verlor der SVA komplett seinen Faden und bietete fortan eine teils desolate Leistung. Folgerichtig glichen die Hausherren auf 2:2 aus und zeigten sich wesentlich effektiver in ihrer Chancenverwertung. Beim SVA lief nun gar nichts mehr zusammen. Einfache Ballverluste, keine Ordnung und fehlende Laufbereitschaft prägten zu diesem Zeitpunkt das Bild. 10 Minuten vor Schluss bekam man hierfür die Quittung, auch wenn der Führungstreffer für Günding ein wenig kurios war. Ein Gündinger Mittelfeldspieler zog einfach mal aus 30 Metern ab. Sein Schuss landete an der Latte von wo aus er zurück ins Feld sprang und ein Gündinger gedankenschnell ins leere Tor einschob.
In den Schlussminuten hatte Günding noch weitere hochkarätige Chancen, SVA Schlussmann Florian Reischl bewahrte sein Team jedoch mit guten Paraden vor einer höheren Niederlage.
Unterm Strich geht der Sieg für den SV Günding in Ordnung, da Ampermoching leichtfertig das Spiel aus der Hand gab. Die Kicker des SVA zeigten sich nach Spielende selbstkritisch und wussten das die Niederlage unnötig gewesen ist. Nun beendet man die Vorrunde mit 21 Punkten auf Platz 6 der Tabelle. Der Abstand zur Tabellenspitze ist bereits zu groß als das da noch was gehen könnte. So gilt es nach der Winterpause so schnell wie möglich die letzten Punkte einzufahren und sich so endgültig aus dem Abstiegskampf zu verabschieden. Alles in allem kann man bis dato von einer gelungenen Halbserie sprechen, mit einigen Auf und ab`s.(conrad)